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Hier wird Wissenswertes und Interessantes eingestellt.


Demokratie?
Die Bundesregierung strickt allen Ernstes an dem Gesetz, bei dem bei bestimmten Bauvorhaben die bisherigen – schon beschnittenen – Verfahrenswege ausgehebelt werden!
Beschluß vom 06.11.2019:


Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich

Mehr Tempo beim Infrastrukturbau

Die Realisierung von großen Infrastrukturprojekten im Verkehrsbereich nimmt oft sehr viel Zeit in Anspruch. Dem möchte die Bundesregierung entgegenwirken – und hat eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren beschlossen. Diese trägt nicht zuletzt auch zur Gestaltung eines klimagerechten Mobilitätssystems bei.

Ziel des Gesetzentwurfs ist gemäß Koalitionsvertrag und Klimaschutzprogramm die weitere Beschleunigung der Genehmigungsverfahren von Verkehrsinfrastrukturprojekten. 

Schritte zur Verfahrensbeschleunigung

Um die Verfahren voranzutreiben, sollen die Planungsverfahren für Ersatzneubauten bei Straße und Schiene verschlankt werden. Dazu soll der Begriff der Änderung in den Fachplanungsgesetzen eingegrenzt werden, sodass bestimmte Ersatzneubauten von einer Genehmigungspflicht befreit sind.

Darüber hinaus werden die Kommunen von Finanzierungsbeiträgen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz entlastet. Die neue Regelung trägt zur Beschleunigung der Investitionen in das Schienennetz bei und bewirkt, dass Kreuzungsbauwerke schneller realisiert werden können.

Bei dem beschlossenen Gesetzentwurf handelt es sich um ein Mantelgesetz zur Änderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG), des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG), des Bundeswasserstraßengesetzes (WaStrG) und des Eisenbahnkreuzungsgesetzes (EKrG).

Quelle: Bundesregierung.de


So, so, die Ausbaustrecke Niebüll-Westerland/Sylt wird hier genannt.
Die steht in der Auflistung zur Aufnahme in die Planungsvereinbarungen für dieses Jahr als sogenannter Aufrücker genau vor der ABS/NBS Hannover-Bielefeld!

Bundestag.de Auszug aus Drucksache 19/10571

Lesen Sie, was Herr Scheuer will …

Scheuer will wichtige Infrastruktur-Projekte beschleunigen

Berlin (dpa/lno) – Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will wichtige Infrastruktur-Projekte wie die Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals oder die Marschbahn mit einem neuen Verfahren beschleunigen. Statt langwieriger Planfeststellungsverfahren solle an diesen sechs Pilotprojekten eine Genehmigungsentscheidung per Gesetz des Bundestag erprobt werden, wie Scheuer am Donnerstag ankündigte. Er will damit ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzen. Das Ministerium legte dazu einen Gesetzentwurf vor.

«Gerade bei klimafreundlichen Verkehrsträgern wie dem Schiff und der Bahn müssen wir einfach schneller werden», so Scheuer. Bürger sollten aber weiterhin die Möglichkeit haben, sich frühzeitig im Genehmigungsprozess zu beteiligen. Die Öffentlichkeit solle frühzeitig über die Ziele eines Projektes, die Mittel und potenziellen Auswirkungen informiert werden und weiter die Möglichkeit zur Stellungnahme und Erörterung erhalten.

Zu den bislang geplanten Pilotprojekten zählen laut Ministerium die Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals, der Ausbau des Wesel-Datteln-Kanals bis Marl sowie ein Ersatzneubau von Schleusen – daneben eine Anpassung von Fahrrinnen von Unter- und Außenweser. Weiter geht es um eine Vertiefung des Untermains bis Aschaffenburg, eine sogenannte Abladeoptimierung der Fahrrinnen des Mittelrheins – sowie um die Marschbahn, die Ausbaustrecke von Niebüll nach Westerland auf Sylt.

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Ernüchterung …

… gepostet von Marja-Liisa Völlers MdB SPD auf facebook 16.10.2019


Sanierungsstau: Bahn fehlen 49 Milliarden Euro für Brücken und Gleise

Gewerkschafter und Bahn jonglieren seit längerem mit unterschiedlichen Zahlen zum Investitionsstau bei Schienen und Bahnhöfen. Jetzt hat die Regierung beziffert, wie viel Geld für die Instandsetzung fehlt. Besonders beängstigend: Das hohe Durchschnittsalter von Kabeln, Bahnsteigen und Übergängen.

Berlin. Bei Bahnhöfen und Gleisanlagen schiebt die Deutsche Bahn einen Investitionsstau von insgesamt 49 Milliarden Euro vor sich her. 44,5 Milliarden Euro davon entfallen auf das Schienennetz, 4,5 Milliarden Euro auf Bahnhöfe und Haltepunkte. Die Zahlen gehen aus der schriftlichen Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Das 25-seitige Antwortschreiben liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.

Laut Aufstellung des Verkehrsministeriums ist allein bei der Instandsetzung von Brücken ein Nachholbedarf in Höhe von 18,5 Milliarden Euro aufgelaufen. Bei Gleisen beträgt der Investitionsstau 15,9, bei Weichen und Stellwerken jeweils 2,6 und bei Bahnsteigen 2,4 Milliarden Euro. Notwendige Sanierungsinvestitionen mit einem Volumen von rund 20 Milliarden Euro werden als sogenannter „kritischer Nachholbedarf“ eingestuft. „Dabei handelt es sich um Anlagen, die ihre durchschnittliche technische Nutzungsdauer erreicht haben, sich in einem schlechten Zustand befinden und deshalb zu ersetzen sind“, heißt es in der Regierungsantwort.

Wie marode ist Deutschlands Schienennetz?

Interview-Video auf sn-online von RND 16.10.2019

Von den derzeit verbauten 62.000 Kilometern Kabel hat mehr als ein Drittel (22.200 Kilometer) die durchschnittliche technische Nutzungsdauer erreicht oder überschritten, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums. Das durchschnittliche Alter einer Eisenbahnbrücke in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 72,5 Jahren. Tunnel waren im Schnitt 46,7, Stellwerke 34,8 und Gleise 20,7 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Bahnsteige lag 2019 bei 38 Jahren. Bahnsteigunterführungen waren im Schnitt 62 Jahre, Bahnsteigdächer 44 und Aufzüge 10 Jahre alt.

Grünen-Politiker Gastel: Bund hat Bahn jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren

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Der erste Bericht über die „Berliner Reiseerreicht uns:
Enak Ferlemanns aktuelle Aussage

… gepostet von Maik Beermann MdB CDU auf facebook 14.10.2019


Heillos überlastet?
Da können wir Abhilfe schaffen: Ausbau statt Neubau –
geht schneller und kostet weniger!
Und Frau Merkel will doch sicherlich nicht die demokratischen Verfahrenswege aushebeln?

„Müssen schneller werden“ : Merkel will neue Schienen per Gesetz

Die Deutschen sollen mehr Zug fahren – doch viele Bahnstrecken sind heillos überlastet. Die Bundeskanzlerin nennt die Planungs- und Genehmigungsverfahren „elend langsam“ und kündigt Besserung an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will neue Instrumente nutzen, um den Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen. Künftig soll in Einzelfällen auch eine Planung per Gesetz möglich sein. „Wir haben das Problem, dass unsere Planungs- und Genehmigungsverfahren elend langsam sind“, sagte Merkel auf dem IG-Metall-Kongress am Donnerstag in Nürnberg.

Als Beispiele nannte sie den Gotthard-Tunnel in der Schweiz und den Brennerbasistunnel nach Italien, die fertig oder auf gutem Weg seien, während man in Deutschland mit den Zulaufstrecken „Jahre oder Jahrzehnte im Rückstand“ sei. In der Vergangenheit seien Planungskapazitäten im Bund, in den Ländern und Kommunen abgebaut worden. „Vielleicht haben wir die Dringlichkeit unterschätzt“, sagte Merkel. „Wir müssen schneller werden. Deshalb werden wir für ausgewiesene Projekte auch Einzelgesetze machen. Die Geschwindigkeit ist für uns ein bestimmender Schritt.“

Der Bund stockt die Mittel für die Schiene gerade beträchtlich auf: Bis 2030 stellt die Koalition eine dreistellige Milliardensumme für das Schienennetz der Deutschen Bahn bereit. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat jüngst angekündigt, die Bundeszuschüsse für den Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur („GVFG-Mittel“), die mit dem Klimapaket bis 2025 auf zwei Milliarden Euro steigen sollen, könnten künftig nicht mehr nur für den Ausbau, sondern auch für Sanierung verwendet werden.

Lesen Sie diesen und weitere Artikel rund um das Thema unter faz.de


Immer schön mit gutem Beispiel vorangehen …
für wen soll die Hochgeschwindigkeitstrasse gebaut werden? Für die vielen, vielen neuen Bahnkunden oder für die in Bonn hängengebliebenen Beamten?

Zahl der Bonn-Berlin-Flüge stieg im ersten Halbjahr um 13 Prozent

Mehr als Hunderttausend Tickets lösten Regierungsbeamte vergangenes Jahr für ihre Dienstreisen zwischen Bonn und Berlin – anstatt alternativ die Bahn zu nehmen. Frappierend ist eine Zahl für dieses Jahr.
Bei ihren Dienstreisen zwischen Bonn und Berlin setzen die Ministerien einem Bericht zufolge weiterhin vor allem aufs Flugzeug statt auf die Bahn. 2018 lösten Regierungsbeamte für Flüge zwischen den Flughäfen Köln/Bonn und Berlin 109.422 Tickets für mehr als 200.000 Hin- und Rückflüge, berichtete die „Bild“ am Montag unter Berufung auf die Regierungsantwort auf eine FDP-Anfrage.
Im selben Zeitraum fuhren die pendelnden Regierungsbeamten nur 26.661 Mal mit dem Zug. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Flüge zwischen der alten und der neuen Hauptstadt um deutliche 13 Prozent an.

Lesen Sie diesen und weitere Artikel rund um das Thema unter welt.de


Pläne des Verkehrsressorts
Wie Scheuer sein Klimaziel erreichen will

In vielen Bereichen ist der CO2-Ausstoß gesunken – beim Verkehr nicht. Minister Scheuer hat ein Konzept erarbeitet, wie Deutschland auch hier seine Klimaziele erreichen soll. Es enthält eine Menge – von Bahnausbau bis Strafzettel.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Klimaschutz im Verkehr mit einem Milliarden-Paket voranbringen. Das geht aus dem Entwurf für ein Papier hervor, mit dem Scheuer in die entscheidende Sitzung des Klimakabinetts am 20. September gehen will. Im Klimaschutzplan der Bundesregierung ist vorgesehen, dass die Emissionen aus dem Sektor Verkehr bis 2030 auf 98 bis 95 Tonnen CO2 im Jahr sinken – rund 40 Prozent weniger als im Jahr 1990. Mit dem Konzept soll sichergestellt werden, dass dieses Ziel erreicht wird.

Kernpunkte des Papiers, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, sind eine massive Verlagerung von Verkehr auf die Schiene, ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der Wechsel auf alternative Antriebe bei Autos und Nutzfahrzeugen sowie ein stärkerer Einsatz alternativer Kraftstoffe. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Laut deren Berechnung würden sich die Kosten für die Umsetzung von Scheuers Klimaplänen bis 2030 auf bis zu 75 Milliarden Euro summieren.

20 Milliarden in die Bahn investieren …

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„Signifikante Finanzierungslücke“
Rechnungshof schlägt Alarm: Der Deutschen Bahn fehlen Milliarden

Die wirtschaftliche Situation der Deutschen Bahn sei besorgniserregend, urteilt der Bundesrechnungshof. Eine Schlüsselrolle spielt demnach die Auslandstochter Arriva.

Der Bundesrechnungshof schlägt angesichts der wirtschaftlichen Lage bei der Deutschen Bahn Alarm. Dem bundeseigenen Konzern fehlten allein in diesem Jahr mehrere Milliarden Euro, die Verschuldung sei gestiegen, schreiben die Prüfer in einem Bericht an den Bundestag. Das Dokument liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
„Bereits bis Ende des Jahres 2019 wird eine signifikante Finanzierungslücke von fast 3 Milliarden Euro bestehen“, heißt es in dem Bericht. Eine Neuverschuldung sei nicht möglich, „ohne die Verschuldungsgrenze zu überschreiten“. Sollte ein Verkauf der Auslandstochter Arriva die Lücke nicht schließen oder kein Geschäft zustandekommen, könne die Bahn ihre Investitionen „nicht aus eigener Kraft finanzieren“, heißt es in dem Dokument. Ungeachtet von Arriva empfiehlt der Rechnungshof zudem, den Verkauf der internationalen Logistiktochter Schenker zu prüfen.
Denn auch weitere finanzielle Herausforderungen wie die Beschaffung neuer Züge, die Digitalisierung der Schiene oder das Projekt Stuttgart 21 könne der bundeseigene Konzern „nicht durch operativ erwirtschaftete Cashflows auffangen“.

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Meine Kindheit ist soo unbeschwert – ich muß mich nur dagegen wehren, daß mein Zuhause zerstört wird … vielen Dank dafür, Herr Ferlemann!

Jugendfeuerwehr Bernsen

Wer kann dazu schon nein sagen … !?

Der Naturfotograf Marc-André Rehberg zeigt hier einen Ausschnitt der liebens- und erhaltenswerten Natur im Auetal. Undenkbar, daß diese durch ein Projekt wie eine Hochgeschwindigkeitstrasse zerstört wird!

Wer sich über die Banner informieren möchte, kann dafür die Kontaktseite nutzen.

Bauzaunbanner 3,4 x 1,73 Meter
Banner 2,15 x 0,73 Meter

Sauerei!

Es wurden erstmal etliche Sauen durch’s Dorf getrieben. Sprich: in jedem Interview oder Statement vonseiten des Bundesverkehrsministeriums wurden andere Varianten einer Trassenführung der Bahn verbreitet. Bis schließlich eine Horrornachricht hängen geblieben ist: es soll eine ICE-Hochgeschwindigkeits-Trasse durch das Auetal gebaut werden!?
Mangels konkreter Informationen bleibt den Auetalern zurzeit nur die eigene Kreativität.

Bahn – na klar! Trassennaher Ausbau der Bestandsstrecke!

Fahrgäste warten lieber in der Bahn als auf dem Bahnsteig

Die Deutsche Bahn hat eine Vision: Ab 2030 will sie alle Züge ungefähr zur gleichen Zeit eintreffen und abfahren lassen. Alle 30 Minuten sollen außerdem Fernzüge zwischen den 30 größten deutschen Städten verkehren. Immer zur gleichen Minute, wie eine S-Bahn. Die Vision heißt Deutschlandtakt. Aber wie kann so was funktionieren? Darüber haben wir mit einem Mathematiker gesprochen, der Bahnfahrpläne optimiert.

Ein Interview von Andreas Loos aus der -ZEIT ONLINE- zum Lesen hier klicken


Die Auetaler wollen gehört und gesehen werden

Die Banner machen deutlich, daß die Auetaler einen Plan des Neubaus einer Hochgeschwindigkeitstrasse durch das Auetal schlichtweg ablehnen. Im Konsens mit den betroffenen Gemeinden, dem Landkreis und allen dazugehörenden Bürgerinitiativen machen wir uns stark für die Sanierung der Bestandsstrecke und deren trassennahen Ausbau!

Wer sich nach den Bannern erkundigen möchte, meldet sich bei der BI-Auetal über die Kontaktseite .

Der Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt.


Öfter, schneller, überall

Es stehen zig Seiten Informationen nur auf den Seiten des Bundestags oder des Bundesverkehrsministeriums. Natürlich ist es mühsehlig, sich deren Ziele, Herausforderungen und Maßnahmen durchzulesen. Aber da steht eben auch, wie ernsthaft an der Umsetzung gearbeitet wird und daß die Politik tatsächlich glaubt, das was da ‚Tolles‘ auf dem Papier steht, auch umsetzten zu können.

Und wir betroffenen Bürger/Anwohner müssen ernsthaft daran arbeiten, unsere Belange mit Argumenten zu vertreten, wie es denn bahntechnisch plus naturnah plus menschenerträglich umzusetzen ist!

Fundstücke:

Zwischenberichte der Arbeitsgruppen des Zukunftsbündnisses Schiene 09.04.2019

Allgemeiner Teil Seite 6

Der Deutschland-Takt ist ein Gemeinschaftsprojekt.
Er benötigt die Zusammenarbeit aller maßgeblichen Akteure:

Bundesregierung,
Bundestag,
Bundesbehörden (insbesondere Bundesnetzagentur und Eisenbahn-Bundesamt),
Länder,
regionale Aufgabenträger,
Eisenbahninfrastrukturunternehmen (insbesondere DB Netz AG),
Eisenbahnverkehrsunternehmen des Bundes,
nicht bundeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen,
Bahnverbände,
Verbände der Personen-und Güterverkehrskunden
sowie die Bahn-und Bauindustrie.

Spezieller Teil Seite 11

Ziel: Öfter, schneller, überall –Eine prägnante Kommunikation sollte Neugier wecken und die Vorteile des Deutschland-Taktes für den einzelnen Bürger, die Güterverkehrswirtschaft, aber auch für die Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Dabei sollte sie gleichzeitig realistisch bleiben und die „Aufmerksamkeitsschwelle“ berücksichtigen. Die Vorteile des Deutschland-Takts müssen allen Bürgern und Wirtschaftsakteuren über die Medien anschaulich vermittelt werden. Entscheidend ist, dass die Umsetzung des Zielfahrplans einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess darstellt und erste Vorteile schon während der Umsetzungsetappen schrittweise spürbar werden, nicht erst bei vollständiger Umsetzung des Zielfahrplans.Die Verdeutlichung der Vorteile ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz für Neu-und Ausbauprojekte im Schienennetz, die für den Deutschland-Takt notwendig sind. An der „Urheberschaft“ für Verbesserungen müssen alle Beteiligten teilhaben können, um sich positiv gegenüber der betroffenen Öffentlichkeit profilieren zu können. Die Verbesserungen sind klar und konkret bundesweit und regional und in Etappen darzustellen. Immer mit Hinweis auf die langfristige Realisierung des Deutschland-Taktes. Es geht um einen maßgeblichen Beitrag zu einer neuen Qualität der Bahn.


Wie schöön!

In die Landschaft gepflanzt:
Brückenbau aus einem Guss

Der „Deutsche Brückenpreis“ in den Jahren 2012 und 2014 ging an Bauwerke auf der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle: die Scherkondetalbrücke und die Gänsebachtalbrücke. Gelobt wurde jeweils die ästhetisch überzeugende Konstruktion, ermöglicht durch die so genannte integrale Bauweise.


Der Koalitionsvertrag und seine Folgen

Durch das erklärte Ziel, den Deutschland-Takt voranzutreiben und die dafür vorgesehenen Aus- und Neubaumaßnahmen bevorzugt zu realisieren, besteht deutschlandweit das Spannungsfeld Mensch—Bahn-Bau—Natur. Die jahrzehntelang vernachlässigten Investitionserfordernisse haben einen so großen Investitionsstau und Bahnfrust aufgebaut, daß jetzt mit der Diskussion, wie dem Klimawandel beizukommen ist, aberwitzig ehrgeizige und milliardenschwere Lösungsversuche auf den Tisch gelegt werden.
Es wird auf allerhöchstem Niveau gejammert – eine grundlegende Möglichkeit ist es, der politisch gewollten Zug-Taktung (Deutschland-Takt 30-60-120-Minuten), eine naturverträglichere Taktung entgegenzustellen. Auch eine geringere Zugdichte ist attraktiv!
Außerdem ist doch die gewünschte Erweiterung von Direktverbindungen und die enge Taktung vielfach der Tatsache geschuldet, daß wegen der ständigen Verspätungen die Anschlußzüge nicht oder nur stressgeplagt erreicht werden. Wird überhaupt nicht versucht, die Bahn mit Reparaturen und Bestandsausbauten pünktlich zu machen? Und mit den jetzt doch auch schon erzielten Fahrtzeiten attraktiv zu gestalten? Sollen die ständige Zugbereitschaft per se die Verspätungen und Ausfälle kompensieren? Glauben Sie denn, daß der geplante Deutschland-Takt Ihren Reisestress reduziert?
Warum wird bei der Eisenbahn der gleiche Fehler gemacht wie bei den Autobahnen: ein überluxuriöses Angebot versiegelt soviel Fläche, verlärmt noch mehr Gebiete, verhunzt lebenswerten Raum, verdrängt noch mehr Natur?!

Alle sind aufgerufen, dem Klimawandel durch Eigenverzicht und Selbstverantwortung beizukommen – statt die Lösung den anderen zu überlassen!

Fundstücke:
Koalitionsvertrag
CDU/CSU, SPD 19. Legislaturperiode 12.03.2018
Seite 4 Randnr. 26
Bürgerinnen und Bürger haben ein starkes Bedürfnis nach Gemeinschaft,Sicherheit im Alltag, Bewahrung der kulturellen Identität, Stabilität, einem guten Miteinander und einer gestaltenden Politik, die Menschen auf Augenhöhe zusammenbringt.
Seite 79 Randnr. 3619 -3630
Wir werden die Umsetzung des Deutschlandtakts vorantreiben. Die dafür vorgesehenen Aus- und Neubaumaßnahmen wollen wir bevorzugt realisieren. Unser Ziel ist, vertakteten Fernverkehr auf der Schiene deutlich zu stärken, das beinhaltet auch eine Ausweitung des Angebots auf größere Städte und Regionen, so dass mehr Menschen von Direktverbindungen im Fernverkehr profitieren. Den optimierten Zielfahrplan bestimmt die Politik. In diesem Fahrplan sind auch die notwendigen leistungsfähigen Güterverkehrstrassen enthalten. Unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums müssen die Infrastrukturunternehmen, die Eisenbahnverkehrsunternehmen des Fernverkehrs, die Bundesländer mit den Aufgabenträgern des SPNV sowie die Öffentlichkeit inklusive der Fahrgast- und Verbraucherverbände an diesem Prozess beteiligt werden. Der weitere Ausbau der Infrastruktur muss sich am gewünschten Fahrplan ausrichten.
Seite 78 Randnr. 3556
Die priorisierten Maßnahmen zur Schaffung eines deutschlandweiten 740-Meter-Netzes für Güterzüge werden wir bis 2020 realisieren.


Ab Seite 77 Randnr. 3547 wird das gesamte Thema Schienenverkehr behandelt. Auf jeden Fall aufschlußreich.


AUFRUF AN ALLE AUETALER VEREINE: ICE-TRASSE GEMEINSAM ABWEHREN!

Liebe Vereinsmitglieder aller Vereine des schönen Auetals,

die Deutsche Bahn möchte schneller und pünktlicher werden. Das ist prinzipiell nicht schlecht, aber dahinter verbirgt sich eine fürchterliche, gewaltsame Logik mit fatalen Folgen für das Auetal und jeden einzelnen Menschen hier.

Diese lautet: Erst der Fahrplan, dann die Strecken.

Einen Fahrplan hat die Bahn bereits, den sogenannten „Deutschlandtakt“: der Fahrplan, wie er ab 2030 gelten soll. Er kann auf der Strecke Hannover – Bielefeld aber nur eingehalten werden, wenn es eine neue ICE-Trasse gibt, die idealerweise durch das Auetal verlaufen würde. Einen möglichen Verlauf zeigt die im Anhang mitgeschickte Karte, die innerhalb der Bürgerinitiative erstellt wurde. Welche weiteren Folgen damit für das Auetal verbunden wären, wird auf dem zweiten Blatt im Anhang beschrieben.

Die Bahn und auch zahlreiche Politiker stehen fest hinter dem „Deutschlandtakt“, so dass die Lage sehr ernst ist.

Diese Logik gilt es zu durchbrechen! Denn es gibt ja bereits eine ICE-Trasse, die über Minden verläuft und die man ausbauen könnte, auch wenn diese Strecke etwas (!) langsamer wäre.

Es muss heißen: Erst die Menschen, dann die Strecken, dann der Fahrplan!

Glücklicherweise hat sich bereits eine Bürgerinitiative im Auetal gebildet, die in Kürze auch ein Verein werden wird. Diese Initiative kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn Menschen in Masse (!) mitwirken. Diese Mitwirkung kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen.

Die Vereine spielen hier eine wichtige Rolle, weil sie etwas sind, das das Auetal auszeichnet.

Die Trasse würde das Auetal „durchschneiden“. Da es – bei 4- bis 6-gleisiger Anlage – nur sehr wenige Übergänge geben würde, hätte z. B. der eine Teil der Fußballmannschaft auf einmal eine sehr viel längere Strecke zu fahren als der andere. Jedermann weiß durch den Bau des Radweges zwischen Borstel und Rolfshagen, wie schwierig bereits eine Straßensperrung die täglichen Wege gemacht hat. Was ist, wenn das auf einmal an zahlreichen Stellen und dauerhaft geschieht!?

Dies wäre aber nur eine unter vielen Folgen. Schauen Sie bitte in den Anhang.

Jetzt zum Wichtigsten: Was können die Vereine tun?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, z. B.:

  • da sein: auf einem der nächsten Treffen der Bürgerinitiative: am 22. 08. um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bernsen oder am 03. 09. ab 18 Uhr Feuerwehrhaus Rehren, wo ab 19 Uhr Frau Völlers (MdB) aus Berlin anwesend sein wird, um Informationen zu geben.
  • etwas gestalten: Der Malkreis des Kulturvereins malt jetzt schon Bilder, die zeigen, wie schön das Auetal ist, oder Protestplakate. Diese können z. B. beim Tag des offenen Denkmals am 8. September gezeigt werden, eine Ausstellung im Heimatmuseum wäre möglich, sie könnten aber auch als „Geschenk“ an einen Politiker in Berlin überreicht würden. Außerdem ist ein Wagen für das Erntefest in Planung

    Diesem Beispiel folgend könnte ein Sportverein könnte einen Schriftzug auf den Trikots tragen: „Keine ICE-Trasse auf unseren Sportplätzen“ oder Ähnliches. Sie könnten einen Slogan vor jedem Fußballspiel rufen, ein Lied singen oder Ähnliches. Dies ist nur ein Vorschlag.

Ganz bestimmt haben die Vereine auch eigene Ideen. Jeder kleine Beitrag hilft.

Bitte werden Sie aktiv. Kommen Sie zu den Veranstaltungen der Bürgerinitiative und/oder informieren Sie uns über Ihre Ideen.

Schreiben Sie bitte an folgende drei E-Mail-Adressen, damit wir informiert sind:

Hendrik Steg, 1. Vorsitzender der BI Auetal h.steg@gmx.de

Claudia Grimm, 2. Vorsitzende der BI Auetal claudia@bi-auetal.de

Dr. Olrik Santozki, 1. Vorsitzende des Kulturvereins Auetal osantozki@directbox.com

Vielen herzlichen Dank und beste Grüße

Dr. Olrik Santozki (1. Vorsitzender des Kulturvereins Auetal, e. V.)



Das Bundesverkehrsministerium BMVI unter zzt. Andreas Scheuer (CSU) hat sich u.a. das Ziel gesetzt, die Bahn attraktiver zu machen! Hurra – endlich! Die BI Auetal stellt sich voll hinter dieses Ziel.

Attraktiver machen kann man die Bahn mit:

Pünktlichkeit.

Die Bahn und der Bund haben jahrzehntelang das Schienennetz, Brücken, Bahnhöfe vernachlässigt. Die Züge müssen abbremsen, weil das Gleisbett marode ist. Langsamere Regionalzüge bremsen schnelle ICEs aus, weil keine Überholtrassen angelegt sind. Viele Baustellen gleichzeitig verhindern das Einhalten der Fahrpläne. Es ist also zielführend, das Bestandsbahnnetz zu sanieren und auszubauen; und mehr Zugführer auszubilden und einzustellen, um Zugausfälle zu vermeiden.

Pünktlichkeit bedeutet insbesondere, daß Reisende ihre Anschlußzüge bekommen.

Pünktlichkeit bedeutet, daß die Fahrgastzahlen relativ planbar sind.

Pünktlichkeit bedeutet, daß jeder gerne Bahn fährt.

Jeder Fahrgast wird sicherlich die zuverlässig pünktliche – also planbare – Reise mit der Bahn der Einsparung weniger Minuten bevorzugen.

Komfort.

Genügend Sitzplätze auch für Spontanfahrerende. Funktionierende Technik wie Klimaanlage und Toilette. Verläßliche Sitzplatz-Reservierungen. Genügend Umsteige- und insbesondere Einsteigezeit… . Man kann sich trefflich darüber austauschen, wo Standard aufhört und Komfort anfängt.

Sicherlich tragen diese Punkte mehr zur Freude der Bahnreisenden bei als die Einsparung weniger Minuten Fahrtzeit.

Inlandsflüge unattraktiver machen.

Was hindert den Bund daran, endlich Kerosin genauso zu besteuern wie andere Kraftstoffe?

Was hindert den Bund daran, die übervollen Flugkorridore für die Städtehüpfer einzuschränken?

Die mit dem Klimawandel immer lauter und heftiger werdenden Proteste zu mehr CO2-Einsparung machen die Einführung einer CO2-Abgabe insbesondere für solche Reisevarianten mehr als notwendig. Wenn der Gesetzgeber nicht sogar über Inlandsflugverbote nachdenken sollte.

Und ganz nebenbei die Mehrtwertsteuer auf Bahntickets reduzieren.

Und schon ist die Bahn die Alternative schlechthin!

Entschleunigung.

Die vielen reisenden Rentner erachten es sicherlich nicht als notwendig, eine halbe Stunde Lebenszeit weniger in einem komfortablen ICE zu sitzen.

Die vielen Berufsreisenden befinden die nur wenige Minuten länger dauernde Bahnfahrt sicherlich als wertvolle Arbeitszeit; die sie während der kurzgetakteten Anreise- und Flugzeit bei der Variante Flieger nicht haben. Da lohnt sich das Auspacken des Laptops gar nicht und man ist in der Gesamtzeit nur wenig schneller am Ziel.

Die vielen Fridays for Futur-Demonstranten reisen sicherlich auch gern mit CO2-reduzierten und energiereduzierten 250 km/h durch die Lande.

Und alle genießen dabei den Gedanken, intakte Natur vor der Zerstörung gerettet zu haben und trotzdem zügig ans Ziel gekommen zu sein.

Fahrtzeitreduzierung.

Dem Menschen läßt sich mit psychologischen Tricks gut beikommen. Da wird eine Zeitmarke nur unwesentlich verändert und schon wird das als der Weisheit letzter Schluß angesehen. Der Bahn kann man mehr Selbstbewußtsein abverlangen. Eine Fahrtzeittaktung hat immer eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten. Die nur im Minutenbereich liegende längere Reisezeit macht auf jeden Fall den Erhalt von Natur und Lebensraum wieder wett.


Projektinformationssystem (PRINS) zum Bundesverkehrswegeplan 2030

Informationen vom Bundesminesterium für Verkehr und Digitale Infrastruktur.
(einfach auf das Bild klicken)

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