Gemeinsam für die Bahn



Gemeinsam für die Bahn

BI-Auetal mit Bürgermeister und Ratsmitgliedern im Gespräch

Quelle Schaumburger Wochenblatt vom 25.07.2020

AUETAL (nh). Der Vorstand der BI-Auetal hat Bürgermeister Kraschewski sowie Mitglieder jeder im Gemeinderat Auetal vertretenen Fraktion zu einem Infoaustausch eingeladen. Die Satzung der Bürgerinitiative ermöglicht einen direkten Kontakt mit Vertretenden der im Gemeinderat sitzenden Fraktionen. Die Ratsherren Rüdiger Teich und Axel Arndt (SPD), Jörn Lohmann (CDU), Martin Niemeier (WGA) und Ratsfrau Anke Schmidt (Bündnis90/Die Grünen) haben kurzfristig vor der Sommerpause die beratende Funktion wahrgenommen.
Zusammen mit darüber hinaus teilnehmenden aktiven BI- Mitgliedern entspann sich eine rege Diskussion über die jetzige Situation und das weitere Vorgehen. Kommune und Kreis definieren mit eindeutiger Wortwahl das Ziel: Ausbau der Bestandsstrecke.

Forderung: Ausbau Bestandstrecke
Während Herr Dr. Althusmann (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) bei seinem Besuch im Kreistag am 07.Juli Formulierungen fand, die bei aufmerksam Zuhörenden Verstörung und Ärger hervorriefen, bekräftigte Bürgermeister Kraschewski erneut das klare Ziel des Ausbaus der Bestandsstrecke. Auch der Kreis Schaumburg arbeitet zusammen mit juristisch Beratenden an einer Argumentationssammlung, die von diesem Ziel nicht abweicht.

Die BI-Auetal nimmt etliche neue Ideen mit, die für Vorstand und BI-Aktionisten wieder eine Menge Arbeit mit sich bringen. Der Kontakt insbesondere zu den Landtagsabgeordneten muss intensiviert werden. Der Kreis der Bundestagsabgeordneten, die den vom BMVI als Angebotsvision vorgestellten Deutschlandtakt kritisch hinterfragen, muss vergrößert werden. Und auch das MgvG ist noch nicht vom Tisch – hier gilt es, vorbeugend vor einem drohenden konkreten Maßnahmegesetz aktiv zu werden und eine ausreichende Zahl von Abgeordneten zu einer Verfassungsbeschwerde zu bewegen. Und ebenso die enge Zusammenarbeit mit dem NABU Niedersachen und NABU Nordrhein-Westfalen soll als Ergebnis zeigen, welche ökologischen und daraus folgenden finanziellen Auswirkungen eine Zerstörung von Naturschutzgebieten mit sich bringen würde. Last but not least hat die BI eine Liste mit Argumenten und Forderungen für den Ausbau der Bestandsstrecke erarbeitet, die in eine von BI und Rat gemeinsam getragene Resolution einfließen soll.

Förderung des Nahverkehrs vor Hochgeschwindigkeitsfernverkehr
Einhellig bekennt der Vorstand der BI, dass man über die Grenzen der Gemeinde Auetal längst hinausgewachsen ist. Es geht nach einem Jahr an Erfahrungen und Erkenntnissen vielmehr darum, einen persönlichen Traum eines Staatssekretärs auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Es geht darum, eine Vision nicht ausufern zu lassen, sondern einen Deutschlandtakt zu ermitteln, der den Millionen Nahverkehrsbahnfahrenden die vorrangige Berücksichtigung einräumt. Einen Deutschlandtakt zu berechnen, der einen moderaten aber in der Praxis realistischen Taktfahrplan zum Ziel hat. Ein Deutschlandtakt, der mit dem Ausbau und der Modernisierung der bestehenden Infrastruktur schon in den nächsten Jahren die Bahn stärkt. Und letztendlich Milliarden von Steuergelder sinnvoll dort einsetzt, wo die Mehrheit Nutzen davon trägt und eben nicht ein Lieblingsthema eines Einzelnen finanziert. Es geht bei uns speziell darum, die Neubau- Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Hannover (Seelze) und Bielefeld zu verhindern – wo und wie geartet diese auch immer sein mag. Denn die große Mehrzahl der Bahnreisenden kommt ganz wunderbar mit dem Ausbau der Bestandsstrecke klar.



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