Christian Höppner vom Nabu warnt vor Bau der ICE-Trasse


Natur und Tiere im Auetal wären in Gefahr

Christian Höppner vom Nabu warnt vor Bau der ICE-Trasse

ALTENHAGEN. „Das Auetal hat naturschutzfachlich einen hohen Wert, nicht nur für die Gelbbauchunke“, hat Christian Höppner vom Naturschutzbund (Nabu) zum Schluss seines Vortrags bei der jüngsten Versammlung der Bürgerinitiative Auetal betont.

Autor Kerstin Lange Schaumburger Zeitung 04.12.2019

ALTENHAGEN. Gut 120 Zuhörer aus dem Auetal und dem Umland waren in die Firmenhalle von LGK Röwer in Altenhagen gekommen, darunter auch Dr. Nick Büscher vom Nabu Niedersachsen, Bürgermeister Heinz Kraschewski und zahlreiche Auetaler Ratsherren. Höppner stellte ausführlich das Nabu-Projekt „Life Bovar“ vor, bei dem die Gelbbauchunke im Mittelpunkt steht. Alle Bemühungen des Naturschutzes seien in großer Gefahr, wenn die ICE-Trasse durch das Auetal gebaut würde, so Höppner. Vom Bückeberg bis zum Wesergebirge seien Natur und Tiere dann bedroht.

Der Bürgermeister informierte über die Auftaktveranstaltung der Projektgruppe Bahntrasse des Landkreises. Hier arbeiten alle betroffenen Bürgermeister, aber vor allem Vertreter der gemeindlichen Bauämter und der Fachämter des Landkreises (GIS, Untere Naturschutzbehörde, Untere Wasserbehörde, Bauordnungsamt, Forstamt und der Archäologe der Schaumburger Landschaft). „Zielsetzung ist eine umfassende Datensammlung über das gesamte Kreisgebiet, um im Falle der Vorstellung einer konkreten Trassenplanung sprachfähig zu sein“, erklärte Kraschewski.

Die Lenkungsgruppe des Landkreises tritt am 20. Januar zusammen. „Hier sollen unter anderem konkrete Infos zur juristischen Bewertung der ,neuen’ möglichen Rechtslage gegeben werden“, so Kraschewski.

Das war dann auch das weitere Thema des Abends, das sogenannte „Maßnahmengesetz“. Ein Entwurf eines Gesetzes zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht durch ein Maßnahmengesetz im Verkehrsbereich – Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz (MgvG).

„Wir sind in einer Schockstarre. Wenn das kommt, dann haben wir Bürger keine Rechte mehr. Wir können nicht mehr gegen ein solches Projekt klagen. Es könnte einfach so durchgewunken werden“, mahnte der Vorsitzende der BI Auetal, Hendrik Steg.

Daher müsse man sich wehren. Zum Beispiel durch Protestbriefe an die Mitglieder des Bundestages. Entsprechende Vordrucke wurde an dem Abend verteilt und stehen auf der Homepage der BI zum Ausdrucken bereit.

„Der Ausblick auf 2020 – die Lage ist düster, aber nicht hoffnungslos. Wir müssen Briefe schreiben und mit unseren Nachbarn sprechen, damit alle mitziehen“, so Steg.

Die BI werde am Ball bleiben, informieren und aufmerksam sein.

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