Aufruf an alle Auetaler Vereine

AUFRUF AN ALLE AUETALER VEREINE: ICE-TRASSE GEMEINSAM ABWEHREN!

Liebe Vereinsmitglieder aller Vereine des schönen Auetals,

die Deutsche Bahn möchte schneller und pünktlicher werden. Das ist prinzipiell nicht schlecht, aber dahinter verbirgt sich eine fürchterliche, gewaltsame Logik mit fatalen Folgen für das Auetal und jeden einzelnen Menschen hier.

Diese lautet: Erst der Fahrplan, dann die Strecken.

Einen Fahrplan hat die Bahn bereits, den sogenannten „Deutschlandtakt“: der Fahrplan, wie er ab 2030 gelten soll. Er kann auf der Strecke Hannover – Bielefeld aber nur eingehalten werden, wenn es eine neue ICE-Trasse gibt, die idealerweise durch das Auetal verlaufen würde. Einen möglichen Verlauf zeigt die im Anhang mitgeschickte Karte, die innerhalb der Bürgerinitiative erstellt wurde. Welche weiteren Folgen damit für das Auetal verbunden wären, wird auf dem zweiten Blatt im Anhang beschrieben.

Die Bahn und auch zahlreiche Politiker stehen fest hinter dem „Deutschlandtakt“, so dass die Lage sehr ernst ist.

Diese Logik gilt es zu durchbrechen! Denn es gibt ja bereits eine ICE-Trasse, die über Minden verläuft und die man ausbauen könnte, auch wenn diese Strecke etwas (!) langsamer wäre.

Es muss heißen: Erst die Menschen, dann die Strecken, dann der Fahrplan!

Glücklicherweise hat sich bereits eine Bürgerinitiative im Auetal gebildet, die in Kürze auch ein Verein werden wird. Diese Initiative kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn Menschen in Masse (!) mitwirken. Diese Mitwirkung kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen.

Die Vereine spielen hier eine wichtige Rolle, weil sie etwas sind, das das Auetal auszeichnet.

Die Trasse würde das Auetal „durchschneiden“. Da es – bei 4- bis 6-gleisiger Anlage – nur sehr wenige Übergänge geben würde, hätte z. B. der eine Teil der Fußballmannschaft auf einmal eine sehr viel längere Strecke zu fahren als der andere. Jedermann weiß durch den Bau des Radweges zwischen Borstel und Rolfshagen, wie schwierig bereits eine Straßensperrung die täglichen Wege gemacht hat. Was ist, wenn das auf einmal an zahlreichen Stellen und dauerhaft geschieht!?

Dies wäre aber nur eine unter vielen Folgen. Schauen Sie bitte in den Anhang.

Jetzt zum Wichtigsten: Was können die Vereine tun?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, z. B.:

  • da sein: auf einem der nächsten Treffen der Bürgerinitiative: am 22. 08. um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bernsen oder am 03. 09. ab 18 Uhr Feuerwehrhaus Rehren, wo ab 19 Uhr Frau Völlers (MdB) aus Berlin anwesend sein wird, um Informationen zu geben.
  • etwas gestalten: Der Malkreis des Kulturvereins malt jetzt schon Bilder, die zeigen, wie schön das Auetal ist, oder Protestplakate. Diese können z. B. beim Tag des offenen Denkmals am 8. September gezeigt werden, eine Ausstellung im Heimatmuseum wäre möglich, sie könnten aber auch als „Geschenk“ an einen Politiker in Berlin überreicht würden. Außerdem ist ein Wagen für das Erntefest in Planung

    Diesem Beispiel folgend könnte ein Sportverein könnte einen Schriftzug auf den Trikots tragen: „Keine ICE-Trasse auf unseren Sportplätzen“ oder Ähnliches. Sie könnten einen Slogan vor jedem Fußballspiel rufen, ein Lied singen oder Ähnliches. Dies ist nur ein Vorschlag.

Ganz bestimmt haben die Vereine auch eigene Ideen. Jeder kleine Beitrag hilft.

Bitte werden Sie aktiv. Kommen Sie zu den Veranstaltungen der Bürgerinitiative und/oder informieren Sie uns über Ihre Ideen.

Hendrik Steg, 1. Vorsitzender der BI Auetal
Claudia Grimm, 2. Vorsitzende der BI Auetal
Dr. Olrik Santozki, 1. Vorsitzende des Kulturvereins Auetal

Vielen herzlichen Dank und beste Grüße

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