„20 Kilometer langer Tunnel absolut unrealistisch“


Bürgerinitiative Bigtab widerspricht Einschätzung des Bürgermeisters

„20 Kilometer langer Tunnel absolut unrealistisch“

RINTELN. Die Einschätzung von Bürgermeister Thomas Priemer, Rinteln werde von dem Neubau der ICE-Trasse sehr wahrscheinlich kaum betroffen sein, hält die Bürgerinitiative „Bigtab“ für falsch. Auch die von Priemer als wahrscheinlich bezeichnete „weitläufige Tunnellösung“ hält die Bürgerinitiative für unrealistisch.

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Autor Jakob Gokl Schaumburger Zeitung 04.11.2019

„Ein 20 Kilometer langer Tunnel, der auf Grund seiner Ausdehnung große Teile Schaumburgs von einem oberirdischen Trassenbau verschonen würde, ist sowohl aus wirtschaftlichen wie auch aus technischen Gründen völlig unrealistisch. Gerade die Höhenunterschiede des Wesergebirges und die unumgängliche Brückenquerung der Weser sowie die Bedingungen für den 300 Stundenkilometer schnellen Bahnverkehr machen es technisch unumgänglich, eine ICE-Neubautrasse von Hannover nach Bielefeld weitgehend oberirdisch zu bauen“, finden die Aktivisten.

Allein die immensen Kosten und die absehbaren Kostensteigerungen würden die Bahn motivieren, „so weit es ihr nur irgendwie möglich ist, auf Tunnelbauten zu verzichten.“ Nötigenfalls werden, um Kosten zu sparen, statt Tunnel riesige Tröge gegraben, um Höhenzüge zu queren, findet die Bigtab. Tunnel-Visionen sollten nur die heimischen Abgeordneten beruhigen.

Besonders brisant sei die Situation dabei gerade für Rinteln, da die Stadt von den beiden bislang bekannten möglichen Varianten einer Neubautrasse – zum einen durch das Auetal, zum anderen über Stadthagen und durch den Harrl und das Wesergebirge in Richtung Todenmann – massiv betroffen wäre.

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