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1 Jahr erfolgreiche Arbeit der BI-Auetal e.V.

Ein herzliches Dankeschön an die Mitmachenden, die Aktiven & Kreativen, die Mitglieder sowie alle anderen Unterstützer*innen aus Vereinen, Verbänden & Politik!



Sommer, Sonne, Schreiben

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Hier geht’s zu den aktuellen Antworten aus dem BMVI, das letzte Schreiben vom 23.06.2020 vom Bürgerservice



Für den Ausbau mit 300 km/h – na klar, Herr Althusmann!


Keine Entwarnung für das Auetal

Auetaler Bürgermeister und BI-Vorsitzender fürchten das Schlimmste für das Auetal, nämlich die Zerstörung des Tals durch eine ICE-Neubautrasse. Ein Gespräch mit Minister Althusmann änderte nichts an diesen Befürchtungen – im Gegenteil.

Quelle/Foto Kerstin Lange Schaumburger Zeitung vom 08.07.2020

AUETAL. Mitglieder der Bürgerinitiative Auetal hatten am späten Dienstagnachmittag mit zahlreichen riesigen Plakaten auf dem Bückeberg auf den niedersächsischen Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) gewartet. Sie trotzten der Kälte und dem Regen, denn sie wollten dem Minister deutlich machen, dass man im Auetal klar gegen die Neubautrasse ist und die Ausbauvariante wünscht.

„Außerdem haben wir eine drängende Frage, die wir stellen möchten. Ist es fünf vor zwölf für das Auetal?“, sagte Claudia Grimm, zweite Vorsitzende der BI. Doch Althusmann ließ die BI im Regen stehen. Aus zeitlichen Gründen kam er nicht zum geplanten Fototermin, sondern fuhr weiter zum nächsten Termin.

Zuvor hatte Althusmann im Pressegespräch die „sehr angenehme Atmosphäre“ gelobt und festgestellt, dass man im Land und der Region an einem Strang ziehe. Er sei überzeugt, dass die Ausbaulösung im Einklang mit dem Deutschlandtakt stehe (wir berichteten).

Zwar war der Auetaler Bürgermeister Heinz Kraschewski grundsätzlich mit den Aussagen von Althusmann zur ICE-Trassenplanung durch den Landkreis einverstanden.

„Ein Schulterschluss von Land, Landkreis und den gegebenenfalls betroffenen Schaumburger Kommunen und das klare Bekenntnis des Ministers zum trassennahen Ausbau des Streckenabschnitts Wunstorf–Minden kann nur begrüßt werden“, so der Bürgermeister.

Gleichwohl ist in dem Gespräch nach seiner Einschätzung auch deutlich geworden, dass das Land Niedersachsen seinen Einfluss auf die finale Trassenführung letztlich als begrenzt ansehe. Insoweit habe Althusmann die Entscheidungszuständigkeit von Bundesregierung und Bahn ziemlich klar herausgestellt. Das von Bundesseite und auch in der gestrigen Gesprächsrunde angekündigte ergebnisoffene Dialogverfahren müsse zwangsläufig unter dem mindestens genauso oft genannten Erfordernis einer Geschwindigkeit von 300 km/h für den Deutschland-Takt in der Region betrachtet werden.

„Nur wenn wir es gemeinsam schaffen, bei Bund und Bahn die Bereitschaft zu wecken, über eine Modifizierung des Deutschland-Takts verbunden mit der Absenkung erforderlicher Maximalgeschwindigkeiten ernsthaft nachzudenken, hat die von uns klar präferierte Ausbauvariante eine realistische Chance“, so der Bürgermeister weiter.

Diese Bereitschaft ist für ihn auf Bundesebene bislang absolut nicht erkennbar. Der kürzlich vom Bundesverkehrsminister vorgestellte Masterplan Schienenverkehr ziele bislang auf eine rigorose Umsetzung des Deutschland-Takts ab. Insofern spräche die Wortwahl Bände.

„Während früher von Ausbau/Neubau die Rede war, steht jetzt unmissverständlich und ausschließlich ein Neubau der Strecke Bielefeld–Seelze auf der Agenda des Bundesverkehrsministers. Das kann im Auetal nur Angst erzeugen!“, so Kraschewski, der ausdrücklich dem Landtagsabgeordneten Karsten Becker (SPD) für die Vermittlung des Gesprächs dankte.

Noch skeptischer als Kraschewski sah der Vorsitzende BI Auetal, Hendrik Steg, das Ergebnis der Gesprächsrunde an der er teilgenommen hatte.

„Das Gespräch in großer Runde im Kreishaus Stadthagen war ernüchternd. Der Ministers überraschte die Anwesenden bereits mit seinem Intro, dass die Fahrzeit von 50 Minuten Bielefeld–Hannover ja schon fast Deutschlandtakt sei“, so Steg. „Aber nur fast. Denn es wären zwei Züge pro Stunde und Richtung erforderlich. Und er wäre für den Ausbau der Bestandsstrecke.“

Für den seien ja alle, auch die anwesenden Vertreter der BIs. „Es zeigte sich hier und im Folgenden ein recht übersichtlicher Kenntnisstand des Ministers, denn der ominöse Deutschlandtakt mit zwei Zügen pro Stunde = 30 Minuten Fahrzeit pro Zug ist auf der Bestandsstrecke auch nach deren Ausbau niemals zu realisieren“, so Steg. Ebenso wenig habe der Minister Kenntnis von bestehenden Konzeptstudien für die Fahrzeit- und Kostenermittlung Hamm–Bielefeld–Hannover. Diese Studien des Bundesverkehrsministeriums seien der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich. „Sie beruhen, was sonst, auf konkreten möglichen Trassenverläufen und sind daher gerade für Schaumburg von höchstem Interesse. Heißt es doch bisher immer, es gäbe noch keine Trassenplanungen. Der Hinweis des Ministers, er halte uns keine Informationen vor, ist hier bedenklich“, meint Steg.

Dass im Schienenwegeausbaugesetz 2016 keine 300-km/h-Strecke vorgesehen sei, und es hierüber bisher auch keine parlamentarischen Beschlüsse gebe, mache dem Minister keine Sorgen. „Er hält Tempo 300 für erforderlich und richtig, und das auch ohne politische Beteiligung des Landes“, stellte Steg fest.

Abschließend erfolgte angesichts der Fragen der BI Auetal noch sein Hinweis, er dächte, im Saal seien nur Befürworter des Ausbaus der Infrastruktur, „was im Kontext schon eine Unverschämtheit ist“, wie Steg feststellte.

Sein ernüchterndes Fazit: die Bahn kommt, und zwar mit 300 km/h, also als Neubaustrecke, und damit durchs Auetal als einziger Möglichkeit.



v.l. Karsten Becker – Dr. Bernd Althusmann – Jörg Farr

Quelle Schaumburger Nachrichten vom 08.07.2020



Aaachtung am Gleis 31749! Wir nehmen Fahrt auf!

Diese Massen an Informationen schrecken erst einmal ab. Natürlich ist es das übliche Verhältnis von BMVI : Bürgerinitiative. Die einen machen sich um Geld, Macht und WoManpower keine Sorgen : die anderen rennen mit dünner Finanzdecke, Ohnmacht und ehrenamtlich Tätigen den Informationen hinterher.

Neue Webseite BMVI-Deutschlandtakt

Die Grundsatzentscheidungen fällen hier Politik und Wirtschaft … doch WIR sind die WÄHLER*INNEN! Und letztendlich hat ein Verkehrsminister nebst einer bestimmten Lobbyistengruppe nicht das Recht, ohne die demokratischen, rechtlichen und verwaltungsgegebenen Regeln solch ein natur- und steuergeldfressendes Projekt umzusetzen.

Wir nutzen alle Möglichkeiten, unsere Interessen in Sachen Schutz unserer Natur und unseres Lebensraumes durchzusetzen – und zwar weit VOR dem immer wieder zitierten Bürgerdialog. Wenn wir den Bürgerdialog abwarten, sind wir zu spät!

Auf geht’s, machen Sie mit!



2. Schienengipfel –
Was soll uns diese Werbesendung sagen?

Die Übertragung des 2. Schienengipfels erfolgte live über die Webseite des Bundesverkehrsministeriums. Öfter – schneller – überall – übersprühende Reden von Scheuer und Ferlemann als „Gastgeber“ sowie von ebenso begeisterten Vertretern aus Branchenlobby und Industrie. Im Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode sei dem BMVI der Auftrag mitgegeben worden, einen Prozess anzuschieben mit dem Ziel, einen Deutschlandtakt zu beleuchten. Das Ergebnis sind die Masterpläne Schienenverkehr (ab Seite 20 für uns relevant, die ABS/NBS Hannover-Bielefeld-Hamm ist eine der priorisierten Großvorhaben) sowie Schienengüterverkehr.

Das Auetal – ein Ausblick
Das Auetal – ein Ausblick

Der 3. Gutachterentwurf wurde zum finalen Gutachten erhoben und los kann’s gehen! In den nächsten Wochen sollen die rechtlichen Fundamente zur schrittweisen Umsetzung der Masterpläne geschaffen werden.

Unsere Herzensstrecke Hannover-Bielefeld wurde natürlich nicht thematisiert – jedoch sehr wohl die Strecke Berlin – Amsterdam, die man ja glücklicherweise durch einen guten Ausbau der Bestandsstrecke bedienen kann. Auffallend war noch der Stolz des Vorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Herrn Lutz, daß die Bahn während der Hochphase der Coronapandemie die höchste Pünktlichkeitsrate und beste Kundenbewertungen erzielen konnte. Genau, Herr Lutz, bei einer Auslastungsrate von 15 % klappt es eben, und die Leute wollen PÜNKTLICH ankommen und nicht in erster Linie schnell.

Es liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, unsere Natur (in Folge das Klima) und unseren Lebensraum vor einem Masterplan zu schützen, der die europäischen Nachbarn ja so neidisch macht.

Wer Lust hat, kann sich die Festreden gern nochmal anschauen:

Was tun wir?

Wir holen uns fachkundige Gesprächspartner mit ins Boot, mit denen wir erarbeiten wollen, was wir als Bürgerinitiative sinnvoll tun können. In den nächsten Tagen sind wir in diese Richtung sehr aktiv und werden Sie in Kürze informieren.
Nach wie vor arbeiten wir gemeinsam mit den Nachbar-Bürgerinitiativen zusammen … es stehen alle für eine neue offensive Diskussion mit den Vertretern der Politik bereit.
Und natürlich gehören wir zu den von Herrn Scheuer angesprochenen Kritikern, die mehr denn je zu dem geplanten Projekt Stellung beziehen … denn bislang kommt der Naturschutz beim Deutschlandtakt allenfalls als sechzehntel Note vor.



Spendenkonto:
IBAN DE19 2555 1480 0313 7310 28
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Vielen Dank!


Die BI-Auetal wird unterstützt durch
den Heimatverein Auetal e.V und den NABU-Auetal !

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