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„Opium fürs Volk“
BIGTAB: „Tunnellösung ist ein Ablenkungsmanöver“

Landkreis (mm-18.10.19). Am vergangenen Montag haben Landrat Jörg Farr sowie mehrere Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin besucht, um vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann Auskunft zur geplanten ICE-Schnellfahrtrasse Hannover-Bielefeld zu erhalten. Im Anschluss an den Besuch wurde der Auetaler Bürgermeister Heinz Kraschewski in der heimischen Presse zitiert, das Auetal werde „nicht zerschnitten“, da eine oberirdische Streckenführung entlang der A 2 „vom Tisch“ sei. Denkbar sei hingegen, so die Information aus dem Ministerium eine „sehr großzügige Tunnellösung“ unter der Autobahn A 2.

BIGTAB.info

In einer Presserklärung nimmt Thomas Rippke, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Bückeburg/Minden / Porta Westfalica (BIGTAB), unter der Überschrift „Keine Entwarnung: Damoklesschwert einer ICE-Neubaustrecke schwebt unverändert über Schaumburg und OWL!“ Stellung zu den Gesprächen in Berlin: „Die Verantwortlichen im Bundesverkehrsministerium müssen ob des massiven Widerstands dieser Region gegen eine ICE-Neubaustrecke schon über alle Maßen ratlos sein, wenn sie in ihrer Öffentlichkeitspolitik einen solchen Zick-Zack-Kurs an den Tag legen und zuletzt zu derartigen Propaganda-Mitteln greifen. Nachdem der für den Bahnausbau zuständige parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann noch im Frühjahr eine Neubautrasse an der A2 als die ‚Vorzugsvariante‘ seines Ministeriums bezeichnete, kommt nun die Rolle rückwärts: Jetzt soll es auf einmal nicht mehr die Autobahn-Variante sein, sondern eine weitgehend unterirdische Lösung.

Eine solche Idee ist nun wirklich nichts anderes als Opium fürs Volk, um die Einwohner der Region glauben zu machen, die Katastrophe eines ICE-Trassenneubaus würde an ihnen vorübergehen. Oder genauer: Unter ihnen hindurch. Realistisch betrachtet würde eine derart ‚großzügige Tunnellösung‘ die ohnehin schon exorbitanten Kosten und die Bauzeit für eine Schnellfahrtrasse der Bahn Hannover-Bielefeld derart aus dem Ruder laufen lassen, dass sich das Projekt unter keinen Umständen mehr wirtschaftlich begründen ließe.

Zumal das Bundesverkehrsministerium zu einer solchen Zusage gar nicht in der Lage ist: Verantwortlich für die Planung ist vielmehr vom Moment der Finanzierungsvereinbarung die Bahn. Und die wird als wirtschaftlich denkendes und handelndes Unternehmen niemals aus reiner Rücksicht auf Natur, Landschaft und Bevölkerung einen Tunnel bauen, wenn zugleich ein oberirdischer und damit ein um ein Vielfaches kostengünstigerer Verlauf machbar wäre. Dies auch und vor allem vor dem Hintergrund von aktuell 49 Milliarden Euro, die der Bahn für die Sanierung der vorhandenen Infrastruktur fehlen, und der desaströsen Erfahrungen mit anderen Unter-Tage-Projekten, so zum Beispiel bei Stuttgart 21 oder beim Tunneleinsturz in Rastatt.

Das Damoklesschwert einer ICE-Neubautrasse schwebt daher weiter unverändert über der Region. Ablenkungsmanöver wie diese ’sehr großzügige Tunnellösung‘ sind vielmehr ein deutlicher Beleg dafür, wie verzweifelt die Akteure des Bundesverkehrsministeriums versuchen, den von ihnen selbst entfesselten Volkszorn in der Region wieder einzudämmen. Zu verdanken ist dies auch und gerade der erst in diesem Jahr gegründeten Bürgerinitiative Auetal, der es in wirklich bewundernswerter Weise gelungen ist, eine enorme Zahl von Menschen auch weit über das eigentliche Auetal hinaus gegen die Neubautrassen-Pläne zu mobilisieren.

Wir appellieren daher auch an alle übrigen Bürgerinitiativen, alle politischen Ebenen sowie Bürger, Vereine, Verbände und Institutionen der Region, mit aller Kraft diesen Widerstand auszuweiten und zu intensivieren, bis sich endlich auch im Bundesverkehrsministerium die lange überfällige Erkenntnis durchsetzt, dass der trassennahe Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hannover-Minden die einzig sinnvolle, technisch machbare, zeitnah umsetzbare, ökologisch und landschaftlich vertretbare und von der Bevölkerung akzeptierte Ausbau-Variante darstellt.“ Foto: BIGTAB

Lesen Sie diesen Artikel unter Bückeburg-lokal.de



Holzauge sei wachsam: wir bleiben alle aktiv

BI-Treffen am Donnerstag, den 17.10.2019 um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bernsen.
Bürgermeister Kraschewski und Landrat Farr haben von der „Reise nach Berlin“ – ihrem Besuch im BMVI bei Herrn Ferlemann berichtet.
Es gabe zahlreiche Wortmeldungen und Fragen. Letztendlich ist klar: wir bleiben alle aktiv und werden keinen Winterschlaf halten!
Die Aussagen Herrn Ferlemanns und seiner Mitarbeiter geben weiterhin Anlaß zur Sorge. Die Region wird die Beruhigunspille, daß der angekündigte Bürgerdialog ja schon alles richten würde, nicht schlucken. Geschweige denn die sogenannte Tunnellösung!

Weitere Aktionen besprechen wir in einem Kreis von engagierten BI-lern und halten Sie/Euch nicht nur darüber auf dem Laufenden, sondern die Damen und Herren im Bundesverkehrsministerium auf Trab.
Melden Sie sich unter ‚Kontakt‘, wenn Sie mitorganisieren wollen!



Verfahren wird einige Jahre dauern / Rund 150 Auetaler wollen Neues aus Berlin erfahren

„Wir brauchen einen langen Atem“

Es ist noch nichts entschieden in Sachen Schnellbahntrasse und daher müssen Landkreis, Gemeinde und BI weiter gut zusammenarbeiten und einen langen Atem haben. Außerdem ist Bahnfachwissen gefragt, wie Landrat Jörg Farr bei der jüngsten BI-Versammlung in Bernsen feststellte.

Autor Kerstin Lange Schaumburger Zeitung 18.10.2019

BERNSEN. Nach ihrem Besuch im Bundesverkehrsministerium in Berlin, beim parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (wir berichteten), haben Bürgermeister Heinz Kraschewski und Landrat Jörg Farr am Donnerstagabend rund 150 Bürgern im Dorfgemeinschaftshaus in Bernsen Rede und Antwort gestanden. Die Bürgerinitiative (BI) Auetal hatte zu dem Termin eingeladen.

„Ich soll Grüße von Herrn Ferlemann ausrichten“, begann Kraschewski. „Sein Postbote wird in den nächsten Tagen nicht arbeitslos.“
Knapp 1000 Protest-Postkarten aus dem Auetal sind bereits bei Ferlemann eingetroffen.

Kraschewski machte noch einmal deutlich, dass es laut Ferlemann bis zu diesem Zeitpunkt absolut keine Vorfestlegung zur geplanten Schnellbahntrassen gebe. Die Tassenalternativen seien noch in der Entwicklung. Noch vor der Sommerpause 2020 solle aber das Bürgerdialogverfahren unter Leitung des Landes Niedersachsen als zuständige Raumordnungsbehörde aufgenommen werden. Ob dann die Tunnellösung oder irgendeine andere Variante bevorzugt werde, sei also völlig offen.

„Mein Optimismus ist zwar grundsätzlich vorhanden, aber ich bin keineswegs naiv. Jegliche Lösungsvarianten sind auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten“, stellte Kraschewski mit Blick auf die sogenannten Vorzeigeprojekte Ferlemanns fest. Darunter zum Beispiel die Bahntrasse Lübeck-Fehmarnbelt, die, wie der Bundesrechnungshof festgestellt hat, viermal teurer ist, als geplant.

„Da kommt natürlich Skepsis auf, wenn man kurz darüber sinniert wird, das Auetal zu untertunneln, ohne dabei die Kostenseite zu betrachten“, so Kraschewski.

Sein Fazit: „Man macht sich durchaus Gedanken – und zwar auch über das Auetal. Wir müssen wachsam bleiben. Die Arbeit der BI und in dem Zusammenhand schließe ich die Arbeit der Gemeinde und des Landkreises ausdrücklich mit ein, darf an dieser Stelle nicht enden. Die Messe ist noch nicht gesungen.“

Das sah Landrat Jörg Farr ebenso: „Es sind noch alle jemals genannten und nicht genannten Varianten möglich. Erst im Bürgerdialog werden diese diskutiert. Insgesamt wird das Verfahren einige Jahre dauern. Da benötigen wir einen langen Atem.“

Zum zeitlichen Ablauf stellte Farr fest, dass auf das Bürgerdialogverfahren ein Planfeststellungsverfahren folgt, um alle Planungen rechtlich einwandfrei zu machen und dann könne es noch ein Klageverfahren geben.

„Eine Abkürzung der Verfahren geht nicht“, so Farr. Man müsse sich aktiv und intensiv mit den vielen Varianten auseinandersetzen.

„Und was können wir jetzt tun?“, fragte Farr und gab die Antwort selbst. Die Bürgerinitiativen müssten weiterarbeiten, ebenso die Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Landkreises, den Bürgermeistern und Vertretern der BI und Verbände.

„Der Landkreis horcht derzeit in andere Kreise, in denen es bereits Bürgerdialogverfahren gegeben hat, wir haben 100 000 Euro bereit gestellt, um uns Fachleute mit Bahnsachverstand und zur juristischen Beratung an die Seite zu holen“, erklärte Farr.

Noch einmal sprach der Landrat den notwendigen langen Atem an. „Wir müssen lautstark sagen was wir denken, aber wir müssen auch fachlich gut aufgestellt sein. Wir müssen aktiv und vorbereitet sein und wissen, dass wir Berlin nicht in Angst versetzen werden“, so Farr.

Es sei gut, dass die BIs und die Bürger so aktiv sind. „Das ist der Landkreis auch“, so Farr.

Im Anschluss wurden, in der Versammlung und auch danach in kleinen Gruppen, noch einige Fragen diskutiert.

Die Aufforderung eines Anwesenden, jetzt müssten alle Reichsbürger werden, schmetterte der Vorsitzende der BI Auetal, Hendrik Steg, schnell ab: „Wir arbeiten demokratisch zusammen.“

Die BI Auetal bleibt weiter aktiv. Derzeit wird ein Info-Flyer erstellt und eine neue „Aktivengruppe“ mit bislang acht Mitgliedern wurde gegründet. Die Aktiven werden Info-Stände und ähnliches organisieren. Außerdem ist für Ende November eine weitere Versammlung im östlichen Auetal geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.



Der erste Bericht über die „Berliner Reiseerreicht uns:
Enak Ferlemanns aktuelle Aussage

… gepostet von Maik Beermann MdB CDU auf facebook 14.10.2019



Personen- und Güterzüge müssen 300 km/h fahren / Landrat und Schaumburger Bürgermeister fordern Infos zur Bahntrasse

ICE-Tunnel unter der A2?

ICE´s mit 300 km/h am Tag und nachts Güterzüge, dafür sollen die Bahnverbindung Hannover-Bielefeld und die Züge künftig ausgelegt sein. Wo die notwendige Bahntrasse verlaufen wird, konnte Staatsekretär Enak Ferlemann den Schaumburger Bürgermeistern und Landrat Jörg Farr noch nicht sagen. Die Planungen laufen.

Autor Kerstin Lange Schaumburger Zeitung 15.10.2019

LANDKREIS. Im Bundesverkehrsministerium hat man festgestellt, dass Züge künftig 300 Stundenkilometer schnell fahren müssen, die vor einigen Jahren festgelegten 250 km/h Höchstgeschwindigkeit würden nicht ausreichen und daher revidiert. ICE´s und Strecken sollen zukünftig auf 300 km/h ausgelegt werden. Neubaustrecken würden so gebaut, dass nachts auch Güterverkehre abgewickelt werden, was besondere Anforderung an maximale Steigungen stellt. Diese dürfen 12,5 pro Mille nicht übersteigen.

Für die Region bedeutet das, dass eine durchgängige oberirdische Führung entlang der Autobahn 2 nicht möglich ist, wohl aber eine weitgehend unterirdisch geführte Tunnelvariante. Auch ein Ausbau der vorhandenen Bahntrasse ist auf ganzer Strecke, im Hinblick auf die Linienführung und bestehende Engpässe in den Orten, nicht wahrscheinlich.

Der geplante Trassenaus- oder -neubau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld ist in der Region in aller Munde. Über die Planungen lässt das Bundesverkehrsministerium die Bürger derzeit im Ungewissen. Daher haben sich die betroffenen Bürgermeister der Region und Landrat Jörg Farr am Montag auf den Weg nach Berlin gemacht, um Klarheit zu bekommen.

Beim parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, machte Farr deutlich, dass in der Bevölkerung erheblicher Unmut und Verunsicherung auch wegen der Vielzahl genannter Trassenverläufe entstanden sei und die Unklarheiten auch abträglich seien für Planungsentscheidungen der Kommunen und Vorhaben von Investoren. Der Termin in Berlin sollte dazu dienen, den Stand der Planungen des Bundesverkehrsministeriums zu klären.

Ferlemann hat daraufhin ausgeführt, das Ministerium arbeite an dem endgültigen Entwurf (3. Entwurf) des Deutschlandtaktes. Dieser solle im ersten Quartal 2020 stehen. Daraus wäre abzuleiten, welche Geschwindigkeiten zwischen Hannover und Berlin erreicht werden müssten- je nach Streckenverlauf.

Das Ministerium beabsichtige als Kernelement des Deutschlandtaktes, Vorgaben zu sogenannten Kantenzeiten zu machen, insbesondere für Hannover, Bielefeld und Hamm. Ziel sei eine Fahrtzeitverkürzung, die sich nach dem derzeitigen Entwurf auf 30 Minuten zwischen Hannover und Hamm belaufe. Hierbei wird die gesamte Strecke betrachtet. Nach der Vorlage des Entwurfes zum Deutschlandtakt solle das Dialogverfahren durch das Land Niedersachsen beginnen und zwar noch vor den Sommerferien 2020.

Auch die Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers (SPD) und Maik Beermann (CDU) waren bei dem Termin dabei. Auf Anfrage dieser Zeitung gaben sie folgende Statement dazu ab.

„Leider gibt es nach dem Termin mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann weiterhin keine Klarheit über eine präferierte Trassenführung. Es können nach wie vor viele Varianten in Schaumburg in Frage kommen. Auch deshalb ist es begrüßenswert, dass uns erneut ein intensiver Bürgerdialog für das kommende Jahr zugesagt wurde. Darauf dränge ich seit Langem. Im Schulterschluss mit den heimischen Kommunen und Bürgerinitiativen werde ich gegenüber dem Bundesverkehrsministerium weiter die Interessen unserer Region vertreten und auf mehr Informationen drängen“, so Völlers.

„Das Gespräch mit meinem Kollegen Enak Ferlemann hat gezeigt, wie vielfältig die Entscheidungsprozesse seitens des Eisenbahnbundesamtes und der DB-Netz AG sind. Es gibt also noch keinen favorisierten Trassenverlauf sondern alle Möglichkeiten werden ergebnisoffen auf die Umweltverträglichkeit, die Wirtschaftlichkeit geprüft. Als neue Erkenntnis konnte wahrgenommen werden, dass Enak Ferlemann bestätigt hat, dass sollte eine mögliche Neubautrasse durch das Auetal verlaufen, diese nicht zwingend neben der A2 zu verlaufen hat, sondern auch eine Tunnelvariante in die Prüfung aufgenommen wird“, so Beermann.

Die mögliche neue Trasse werde die Politiker in den kommenden zehn Jahren beschäftigen. „Sie können sich darauf verlassen, dass ich als Bundestagsabgeordneter diesen Prozess eng betreuen und kritisch begleiten werde“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Mehr zu dem Thema morgen auf der Lokalseite Auetal.



Bahntrasse: Bürgermeister sieht positive Tendenzen – BI-Vorsitzender eher skeptisch

„Auetal wird nicht zerschnitten“

Nachdem Bürgermeister Heinz Kraschewski in Berlin war (wir berichteten), hat er jetzt in einem Gespräch mit dieser Zeitung seine persönlichen Einschätzungen der Planungen erläutert. Der BI-Vorsitzende, Hendrik Steg, sieht da vieles völlig anders.

Autor Kerstin Lange Schaumburger Zeitung 16.10.2019

AUETAL. Entscheidungen zum geplanten Schnellbahntrassenbau haben Landrat Jörg Farr sowie Bürgermeister Heinz Kraschewski und seine Schaumburger Kollegen nicht mit aus Berlin mitgebracht, aber doch einige neue Erkenntnisse.

„Eine Tendenz ist für uns Auetaler wichtig, nämlich die, dass die oberirdische Streckenführung entlang der A 2 vom Tisch ist und das ist gut, denn das bedeutet, dass das Auetal nicht zerschnitten wird“, stellte Bürgermeister Heinz Kraschewski in einem Gespräch mit dieser Zeitung fest.

Offiziell sollen die Planungen für die möglichen Varianten erst nach Festlegung der notwendigen Taktzeiten im Gesamtfahrplan des Deutschland-Takts beginnen. Aus dem Gespräch beim Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann im Bundesverkehrsministerium sei jedoch deutlich geworden, dass die einzelnen möglichen Planungsvarianten bereits jetzt auf Bundes- und Landesebene zumindest diskutiert werden.

„Alles nicht so schlimm. Dann baut die Bahn halt einen Tunnel. Hendrik Steg Vorsitzender BI Auetal

.

„Das ist bei Betrachtung des zeitlichen Aspekts einer solchen Gesamtplanung aus meiner Sicht auch durchaus legitim“, so Kraschewski.

Positiv überrascht habe ihn, welche Detailkenntnisse auf Ministerialebene über die möglichen Streckenverläufe vorhanden sind.

„Die vielfach geäußerte Befürchtung, in Berlin würde ohne Rücksicht auf die Örtlichkeiten und topografischen Gegebenheiten über den Streckenverlauf entschieden, hat sich für mich nicht bestätigt“, so der Bürgermeister.

Vielmehr sei seitens der beteiligten Planer des Ferlemann-Teams tendenziell deutlich gemacht worden, dass es durchaus verschiedene Streckenalternativen gibt, die alle im Bürgerdialog- und später im Planfeststellungsverfahren zwingend zu untersuchen seien.

Für eine mögliche Streckenführung entlang der A 2 bedürfe es aus Sicht der Planer einer sehr großzügigen Tunnellösung.

„Die für das Auetal vielfach befürchtete oberirdische Trassenführung, mit einer Zerschneidung des Tals als Folge, ist vor dem Hintergrund der maximal zulässigen Steigung von 12,5 Promille absolut ungeeignet“, stellte Kraschewski fest. „Damit steht fest, dass eine oberirdische Streckenführung vom Tisch ist. Das Auetal wird nicht zerschnitten und das ist eine positive Tendenz.“

Das sieht der Vorsitzende der Bürgerinitiative Auetal (BI Auetal), Hendrik Steg anders: „Die Festlegung des Ministeriums auf 300 km/h Hochgeschwindigkeit steht. Ebenso die ,erforderliche‘ Tauglichkeit der Strecke für den nächtlichen lärmintensiven Güterverkehr. Ferner der sogenannte ,Deutschlandtakt‘, der eine maximale Fahrzeit von Bielefeld nach Hannover von 30 Minuten erzwingt.“

Das erfordere eine einfache Dreisatzaufgabe und deren Ergebnis sei der Weg durch das Auetal. Nicht entlang, also unmittelbar neben der Autobahn, denn in deren Verlauf seien die Höhenunterschiede viel zu groß. Der geplante Güterverkehr benötige ebene Strecken mit maximal 12,5 Metern Höhenunterschied auf je 1000 Metern Länge.

„Alles nicht so schlimm, dann baut die Bahn halt einen Tunnel durch das Auetal“, so Steg und fragt gleichzeitig: „Einen Tunnel durch das ganze Auetal? 13 Kilometer lang? Denn so lang ist das Tal von der Bernser Landwehr bis Wiersen. Oder doch nur Teile untertunneln? Und wo würden die Tunnel letztlich enden? Im Deister-Süntel-Tal. Und dann? Der nächste Tunnel durch den Deister? Wer soll das bezahlen?“

Allein schon der Blick auf die Topografie zeige, dass das gesamte Auetal, vom Wesergebirge auf der einen Seite, vom Bückeberg auf der anderen, begrenzt wird.

„Deren Hänge sind von zahlreichen tiefen Zuflüssen zur Bückeburger und Rodenberger Aue durchschnitten. Das Gestein besteht aus Muschelkalk, ist sehr porös und bildet zahlreiche, zum großen Teil noch unbekannte Hohlräume. Die Schillat-Höhle ist eine der wenigen bekannten“, so Steg.

Das werde keine leichte Aufgabe für Tunnelbauer und keine billige Lösung. Bei all diesen kostspieligen Besonderheiten dränge sich doch der Verdacht auf, dass hier nicht ganz mit offenen Karten gespielt werde.

„Topografisch ist die Lösung des Trassenverlaufs entlang der Aue, mitten durch unser Tal, die bei Weitem kostengünstigste. Kaum Höhenunterschiede, allein die Wasserscheide bei Escher müsste durchbrochen werden“, stellte Steg fest. „Wir werden daher fortfahren mit unserem Protest.“

Die Bürgerinitiative wolle Enak Ferlemann für ein Treffen im Frühjahr 2020 einladen.

„Dort müsste sich noch ein freier Termin in seinem Kalender finden lassen. Wir sind dann gespannt auf seine Ausführungen“, so der BI-Vorsitzende.

Hinweis: Am heutigen Donnerstag, 17. Oktober, findet um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Bernsen ein öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Auetal statt. Bürgermeister Heinz Kraschewski wird dabei sein und weitere Details von seiner Berlin-Reise berichten.



Ernüchterung …

… gepostet von Marja-Liisa Völlers MdB SPD auf facebook 16.10.2019



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