Laternenumzug als flammender Protest gegen die ICE-Trasse


Kindergarten Rehren geht mit selbst gebastelten Zug-Lampions

Laternenumzug als flammender Protest gegen die ICE-Trasse

REHREN. Begleitet von ihren Eltern, haben Montagabend etwa 50 Knirpse aus der Kindertagesstätte Rehren nach Einbruch der Dunkelheit und eskortiert vom Posaunenchor Rolfshagen einen Laternenumzug vom Wischfeld zu der Einrichtung an der Schulstraße unternommen – und sie haben dabei zugleich auch ein quasi politisches Statement gesetzt.

Diese Lampions sind einem ICE-Waggon nachempfunden.
Foto: tw – szlz.de 13.11.2019

Denn: „An zwei Basteltagen sind im Elterncafé 20 Lampions der besonderen Art entstanden. Es handelt sich um Lampions, von denen jeder einzelne einem ICE-Waggon nachempfunden ist“, berichtet Tanja Büthe. Aus Tetrapacks gebaut und mit Alufolie umwickelt, trägt jedes Waggonfenster das Wappen der Bürgerinitiative (BI) Auetal. „Während des Umzuges“, so die Leiterin der Kindertagesstätte, „ist so eine Lichterkette als Zeichen des Protestes gegen die aktuellen Pläne der Deutschen Bahn AG entstanden – ein flammender Protest gegen eine ICE-Strecke mitten durch das Auetal.“

Die Besonderheit des jüngsten und nur alle zwei Jahre stattfindenden Laternenumzuges sei gewesen, dass die Veranstaltung diesmal komplett vom Elternbeirat organisiert wurde. Der habe auch den Verkauf von Kinderpunsch und Würstchen übernommen, die auf dem Hof Söhlke gegen kleines Geld abgegeben wurden.

Übrigens: Die „ICE“-Lampions sind nach dem Umzug nicht etwa entsorgt worden, sondern werden im Kindergarten verwahrt. Dort können sie samt Stab und Leuchtmittel gerne ausgeliehen werden. Ansonsten werden sie auch auf dem nächsten Laternenumzug des Kindergartens Rehren 2021 wieder Verwendung finden. tw

Hinter dem Trassierband sammeln sich die Kinder auf dem Hof Söhlke zum Laternenumzug. Foto: pr

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